Familienangehörige der Bartenbruchs sind meist nur mit Vornamen angegeben.
Wichtigere Charaktere sind mit * gekennzeichnet.
Familie Bartenbruch (Merowinger)
Childerich I. [S. 32], Großvater Childerichs III,
»alte[s] und schwer reiche[s] Übel ... knebelbärtiger, knotiger Greis von der Bosheit eines Pavians«,
in 2. Ehe verheiratet mit der Gräfin Cellé
Baronin Clara, geb. Gräfin Cellé [S. 33], † 1926, wohlhabend, 2. Ehefrau Childerich I, spätere 2. Ehefrau Childerich III.
Childerich II [S. 36], Vater Childerichs III, Sohn Childerichs I. und einer österreichischen Adligen,
»pavianös«, in 2. Ehe verheiratet mit der Ägypterin
Die Ägypterin, auch »Hasenbraten« [S. 42], 2. Ehefrau Childerichs II, spätere 3. Ehefrau Childerichs III., sehr wohlhabend
Childerich von Bartenbruch, genannt »Childerich III«* [S. 5, 14 ff], Sohn Childerichs II. und einer englischen Adligen,
ca. 1,60 m, auffallende Glubschaugen, frühzeitig faltig, 4 Ehen
Ekkehard [S. 29], jüngster Bruder Childerichs III.
Dankwart, Rollo (Rolf) und Eberhard [S. 36], Brüder Childerichs III, nach England gezogen
Gerhild [S. 62] Jg. 1891, Schwester Childerichs III., verh. mit Alfons, ein bayerischem Freiherr
Richenza [S. 68], Jg. 1888, Schwester Childerichs III.
Childerich IV, genannt »Schnippedilderich« [S. 40], Jg. 1922, Sohn Childerichs III. und der Gräfin Cellé, groß und stark
Petronia und Wulfhilde [S. 41], weitere Kinder Childerichs III. und der Gräfin Cellé
Anneliese (»Falke«) und Geraldine [S. 45], Cicadenstimme,
Töchter Childerichs III. und der 3. Ehefrau, der Ägypterin
Widhalma Jg. 1932, Karla und Sonka [S. 47],
Töchter Childerichs III und der 4. Ehefrau Barbara Bein,
Karla und Sonka auch als »Chimären« bezeichnet
Childerich XXXIV [S. 110], »der Eckenbeter oder die Klosterfrau«, merowingischer Zwerg, etwa 60 cm, mit »erstaunliche(r) Manneskraft«
Nachkommen und deren Partner
Agnes [S. 62], Jg. 1922, Tocher von Gerhild, Stubenmädchenschönheit [S. 297]
verh. mit Doctor Stein
Dr. Stein [S. 62], Arzt am Universitäts-Klinikum, Kollege von Dr. Bein
Graf d'Alfredi [S. 68], italeinischer Conte, verh. mit Richenza
Alfons, genannt »Fonse« [S. 70], bayerischer Freiherr, verh. mit Gerhild
Childerichs III. Gefolgschaft
Doctor Gneistl [S. 55, 186], Rechtsanwalt für Childerich III.
Wänzrödl* [S. 90], Hofzwerg Childerichs III., 54 cm
Friseur, namenlos [S. 90] und seine Frau
Praemius van der Pawken [S. 112, 191], Holländer, Bartenbruch'scher Musikmeister, Virtuose auf der Posaune, groß und dick
Wambsgans [S. 113, 191], Koch
Ignaz Burschik [S. 129, 191], Lümmel, »Fachmann der Mechanik und der Konstruktion von Orgelwerken«
Paust'scher Sack
Christiane, geb. von Knötelbrech verw. Paust, [S. 32], Jg. 1870, † 1919, 1 . Ehefrau Childerichs III,
Mutter von Barbara Bein
Christian Paust [S. 32], reicher Bierbrauer in Kulmbach, 1. Ehemann von Christiane von Knötelbrech, der späteren 1. Gattin von Childerich III,
Barbara Bein, geb. Paust [S. 32], Tocher von Christiane und Christian Paust, Jg. 1892, † 1932, später 4. Ehefrau Childerich III.,
»ein großes, ungewöhnlich schönes Frauenzimmer«
Dr. iur. Bein [S. 32], Amtsricher zu Kulmbach, 1. Ehemann von Barbara Paust
Dr. med. Bein [S. 60], Jg. 1916, Sohn des Amtsrichters und Barbara Bein, verh. mit Anneliese
Hessische Seitenlinie
Pelimbert, der Indiskutable [S. 107], vermutlich Bruder von Clemens, Vater von Wänzrödl
Clemens von Bartenbruch, auch »Smokingerl« [S. 180], Jg. 1851, ca. 60 cm
Jochem von Bartenbruch, auch »Knöterich« (eigentlich Joachim) [S. 179], Jg. 1872
Freifräulein Ulrike von Bartenbruch von [S. 183], Jg. 1912, quasi verlobt mit Childerich III.
Pépin (Karolinger)
Pépin von Landes-Landen, auch »Pippin«* [S. 5, 60, 66], Majordomus in Diensten Chiderichs III.,
stark behaart,
Verweis auf Pippin den Älteren
Prof. Horn, Klientel und Umfeld
Bachmeyer [S. 7], verheiratet, Patient von Prof. Horn, Bartträger, klein, lebhaft, hohe Stimme, sehr gut gekleidet,
5 Angestellte, davon 3 Verkäuferinnen
Doctor (Cajetan) Döblinger* [S. 16], Schriftsteller,
seine Wohnung liegt (im 3. Stock) unmittelbar unter der Privatpraxis des Prof. Horn
vgl. Kajetan von Schlaggenberg in Die Dämonen
Dr. Schajo* [S. 21, 132], Regierungsdirector
Reinhold Zilek* [S. 22, 136, 142, 209], pensioiniert Oberlehrer, verheiratet [S. 27], kinderlos, Wohnung unter der Döblingers,
tätig für die Firma Hulesch & Quentzel Ltd., London
Frau Zilek [S. 170], fett
Frau Soflitsch [S. 22, 262], Hausmeisterin (Portiersfrau) im Haus der Horn'schen Ordination,
»eine hübsche, ungewöhnlich dralle Weibspeson von kaum fünfundzwanzig Jahren«
Herr Soflitsch [S. 22], Tischler, arbeitet auswärts, Ehemann von Frau Soflitsch
Doctor Willibald Pauker [S. 139], Oberarzt in Prof. Horns Klinik
Sonstige
Mr. Aldershot [S. 85, 359], Schiffskapitän
Thomas Wiesenbrink [S. 101], Maler
Familie Kronzucker [S. 104, 149, 157, 247, 257],
Dr. Tubinger [S. 106], junger Internist, für Klystieren zuständig
Frau Eygener [S. 108, 353], Nachbarin Childerichs III. neben Theuderoville
Herr Eygener [S. 153, 353]
Zwei Männer namens Hans [S. 1156/157], »in hohen Stellungen«,
»als Chefredacteure, Programm-Directoren oder irgendetwas von dieser Art«
Elisabeth Friederike Krestel [S. 210], Reihen-Führerin für Döblinger,
früher als Copistin für tätig, später Schriftstellerin
Doctor Kranbert [S. 318], Stuidencollege Döblingers, Custos der Waffensammlung des Hofmuseums (welches?)
Anna Schenker [S. 352], Hausmeisterin in Theuderoville
Orte
Karte führt auf den Ort in Google Maps, mit * näherungsweise.
Universitätsstadt (in Franken?)
Haus der Horn'schen Ordination
4. Stock: Privatpraxis von Professor Horn
3. Stock: Wohnung des Doctor Döblinger
2. Stock: Wohnung Zilek, weitgehend untervermietet
1. Stock und Parterre: als Magazine und Werkstätten genutzt
Horn'sche Anstalten, Nervenklinik, Leitung Prof. Horn
Stadtpalais, merowingisch
Friseursalon [S. 93]
Zu den drei Hacken [S. 270], Wirtshaus
Theuderoville [S. 335, 335 ff], bescheidenes, reizvolles Haus mit Gärten außerhalb der Stadt,
letztes Domizil Childerichs III.
Dialog Chi3-Schnippe, Umzug Chi3s nach Theuderoville
26. Sturm auf Theuderoville – Scheerung und Entmannung Childerichs III.
338
16.10.1950
Theuderoville
Chi3, Pépin, Agnes, Anneliese, Dr. Stein und Dr. Bein, Friseur
Überfall auf Chi3, Chi3 wird hahl rasiert und entmannt
27. Die Eygener
342
Theuderoville
Chi3, Schnippe, Wänzrödel, Eygners u. a.
nach dem Zusammenbruch
28. Epilog
359
10.5.1954
bei Döblinger
Döblinger, Aldershot
Erläuterungen
Hinweise und Links zu erwähnten Namen und Begriffen
Historische Personen
Alarich [S. 303], ca. 370–410, Heerführer (König?) der Westgoten, Plünderer Roms
· Wikipedia
Albertus Magnus [S. 176], 1200?–1280, bedeutender deutscher Gelehrter
· Wikipedia
Apuleius [S. 175], ca. 123–170, römisch-numidischer Schriftstelle, Hauptwerk »Metamorphosen«
· Wikipedia
Daniel-François-Esprit Auber [S. ], 1782–1871, französicher Komponist
· Wikipedia
hier erwähnt »Die Stumme von Portici« nach Walter Scotts »Peveril of the Peak«
· Wikipedia
Hanns Bächtold-Stäubli [S. 174], 1886–1941, schweizer Volkskundler
· Wikipedia
hier erwähnt als Herausgeber des Handwörterbuches des deutschen Aberglaubens
· Wikipedia
Charles Baudelaire [S. 298]: 1821–1867, franz. Schriftsteller, Lyriker
· Wikipedia
Berthold von Regensburg [S. 176], ca. 1210–1272, Franziskaner, einer der bekanntesten Prediger des Mittelalters
· Wikipedia
Helmut Bode [S. ], 1910–1988, Buchhändler und hessischer Heimatautor
· Wikipedia
Sandro Botticelli [S. 11], 1445–1510, italienischer Maler zur Zeit der Renaissance
· Wikipedia
hire erwähnt Botticelli-Engel, wovon er viele gemalt hat
· Google-Bilder
Vincent Brun [S. 144, 248], eines der Pseudonyme von Hans Flesch
James Cook [S. 361], 1728–1779, britischer Seefahrer und Entdecker
· Wikipedia
William Croft Dickinson [S. 175], 1897–1963, Experte für schottische Geschichte
· en-Wikipedia
Fedor Mihailowitsch Dostojewski [S. 107], 1821–1881, russischer Schriftsteller
· Wikipedia
Marie von Ebner-Eschenbach [S. 75], 1830–1916, österreichische Schriftstellerin
· Wikipedia
Hans Flesch-Brunningen [S. 144, 247], 1895–1981, österreichischer Schriftsteller und Übersetzer
· Wikipedia, schrieb auch unter dem Namen Vincent Brun
hier erwähnt »Perlen und schwarze Tränen«, englischer Titel »Spirits of Night«,
zuletzt erschienen in der Edition Atelier
Georg III. und Georg IV von Sachsen [S. 176], nicht historisch!
Juan Gómez [S. 39, 49], 1857–1935, von 1908 bis zu seinem Tod diktatorischer Präsident von Venezuela
· Wikipedia
Leo Greiner [S. 360], 1876–1928, österreichischer Schriftsteller, Übersetzer (chin.), Lenau-Forscher
· Wikipedia
Guichard von Troyes [S. 176], ca. 1250–1317, franz. Bischof, in Zusammenhang mir der Ermordung Johannas I. von Navarra,
Gattin Philipps IV, dem Schönen, von Frankreich, angeklagt und verurteilt, später freigesprochen
· fr-Wikipedia
A(lbert) P(aris) Gütersloh [S. 127], 1887–1973, österreichischer Maler und Schriftsteller, enger Freund und zeitweiliger Wohngenosse von Doderer
· Wikipedia
Gustav (II.) Adolf [S. 36], 1594–1632, König von Schweden,
· Wikipedia
Henrik Ibsen [S. 299], 1828–1906, norwegischer Dramatiker
· Wikipedia
Henry James [S. 5], 1843–1916, amerikanisch-britischer Schriftsteller
· Wikipedia
hier mit »The Princess Casamassima« [S. 5],
auch erwähnt in Gegen den Tag von Thomas Pynchon
· en-Wikipedia
Johannes Vilhelm Jensen (nicht Viktor) [S. 85], 1853–1950, dänischer Schriftsteller, Nobelpreis 1944
· Wikipedia
auch erwähnt in der Strudlhofstiege
Karl Kraus [S. 26, 145], 1874–1936, österreichischer Schriftsteller, Satiriker, Kritiker, Herausgeber von »Die Fackel«
· Wikipedia
Giacomo Meyerbeer [S. 11], 1791–1864, dt.-franz. Opernkomponist
· Wikipedia
hier: »Der Prophet«, Oper in 5 Akten
· Wikipedia
· Krönungsmarsch YouTube
Johann Nestroy [S. 144, 198], 1801–1862, österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Opernsänger
· Wikipedia
Kaiser Otto (I.), der Große [S. ], 912–973, römisch-deutscher Kaiser aus dem sächsischen Adelsgeschlecht der Liudolfinger (Ottonen)
· Wikipedia
Pippin der Ältere (auch Pippin von Landen) [S. 5], ca. 580–640, fränkischer Hausmeier
unter 3 Merowinger-Königen
· Wikipedia
Max Reger [S. 253], 1873–1916, deutscher Komponist, Organist, Pianist und Dirigent,
Komponist zahlreicher Werke für Orgel
· Wikipedia
Marcelle Sauvageot [S. ], 1900–1934, französische Schrifstellerin
· Wikipedia
Franz Xaver (Reichs-)Graf Schaffgotsch [S. 149], 1890–1979, österreichischer Schriftsteller und Übersetzer
· Wikipedia
Hans v. Stummer [S. 6], 1881–1972, Widmungsträger des Romans,
Baurat, verheiratet mit Doderes Schwester Astri
Timur(-Lenk) [S. 287], 1336–1405 (nicht 1333-1402), turko-mongolischer Militärführer
· Wikipedia
Theophrast von Hohenheim = Paracelsus [S. 177], 1493?–1541, Schweizer Arzt, Naturphilosoph und Alchemist
· Wikipedia
Ulrich von Württemberg [S. 117], 1487–1550, Herzog von Württemberg, abgesetzt und nach Jahren wiedereingesetzt,
zentrale Figur in Wilhelm Hauffs historischem Roman »Lichtenstein«
· Wikipedia
Virgilius (Vergil) [S. 328], 70–19 v. Chr., römicher Dichter
· Wikipedia
Prof. Friedrich Theodor Vischer [S. 142, 220, 227], 1807–1807, Literaturwissenschaftler, Philosoph, Schriftsteller und Politiker,
hier Experte für Detail-Peinigungen
· Wikipedia
hier erwähnt sein Romans »Auch Einer«
· Wikipedia
Oscar Wilde [S. 118], 1854–1900, irischer Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker
· Wikipedia
amor fati [S. 328, 348]: Liebe zum Schicksal, Zustand höchstmöglicher Lebensbejahung, von Nietzsche geprägte Maxime
· Wikipedia
apoplektisch [S. 363]: zum Schlaganfall gehörend
Apperzeptions-Verweigerung [S. 230]: die Weigerung, die Welt so wahrzunehmen, wie sie ist
· Wikipedia
Schlacht von Azincourt [S. 317]: 25. Oktober 1415, bedeutender Sieg der englischen Truppen unter Heinrich V. gegen die Franzosen
insbesondere aufgrund des Einsatzes von Langbogenwaffen; vgl. Einschub S. 311
· Wikipedia
Bénédictine [S. 238]: französischer Kräuterlikör, soll auf Elixiere der Benediktinermönche zurückgehen
· Wikipedia
blach [S. 303]: flach, eben
Chapeau melon [S. 246], auch Melone: steifer, abgerundeter Hut
· Wikipedia
· Google-Bilder
Chypre [S. 273]: Gruppe von Parfüms mit Noten von Zitrone, Bergamotte, Orange;
eigentlich franz. Name von Zypern
· Wikipedia
Cimelien [S. 241]: seltene und wertvolle alte Drucke, illuminierte Manuskripte; griech.: Kleinod, Kostbarkeit
· Wikipedia
Coburger Marsch [S. 112, 326]: Michael Haydn zugeschriebener Kavallerie-Präsentiermarsch
· Wikipedia
· YouTube
Conviven [S. 354]: Zusammenlebende
Crapule [S. 341]: Widerling, Lump
Cuir de Russie [S. 233]: Parfüm von Coco Chanel (1927),
auch als Russisch Leder von Farina
· en-Wikipedia
Cynocephalus [S. 36]: griech. Hundekopf, auch in der Schreibweise
kynokephalos
Kopf-Kalotte [S. 153]: Hirnschale, Schädeldecke
· Wikipedia
Schlacht bei Kunaxa [S. 317] am 3. September 401 v. Chr. zwischen den Heeren Artaxerxes’ II. und seines Bruders Kyros des Jüngeren
· Wikipedia
kynokephalos [S. 240] griech.: hundsköpfig
Lehne [S. 335]: süddeutsch, österereichisch für Hang, Abhang
Leuen-Grimm [S. 260, 322]: löwenmäßiger, d. h. extremer Grimm???
Lib. Prov. [S. 256] = Liber proverbiorum Salomonis, Sprüche (Salomons), Buch des Alten Testaments,
hier zitiert Kapitel 9., Vers 13
· Wikipedia
Maxillipeden [S. 231]:
Extremitäten, die an den vorderen Segmenten des Rumpfabschnitts oder Thorax der Gliederfüßer ansitzen und funktional im Dienst der Nahrungsaufnahme stehen.
· Wikipedia
Manam, eigentlich Mae Nam Chao Phraya [S. 85]: zweitgrößter Fluss in Thiland
· Wikipedia
· Karte
Obstipation [S. 256]: (Stuhl-)Verstopfung
· Wikipedia
obstipui[t], ... vox faucibus haesit. [S. 328]: latein. »ich staunte, ... und die Stimme blieb mir in der Kehle stecken.«,
Vergil: Aeneis (Buch 2), Vers 774
· Wikipedia
Ochrana [S. 147]: Geheimpolizei im zaristischen Russland
· Wikipedia
Onus [S. 345]: Bürde, Last, Auflage
Parierstange [S. 39]: Querstange zwischen Griff und Klinge eines Schwertes
· Wikipedia
Paroxysmus [S. 41, 93]: plötzlich auftretende Krankheitssymptome, Anfälle
· Wikipedia
percutiv [S. 273]: vermutlich im Sinne von schlagend
perorieren [S. 140]: laut und mit Nachdruck sprechen
Petarde [S. 144]: militärische Explosivwaffe zum Sprengen von Hindernissen
· Wikipedia
Pinokel eigentlich Binokel [S. 291]: Kartenspiel aus der Familie der Stichspiele
· Wikipedia
Plattnerkunst [S. 320]: Herstellung kunstvoller Rüstungen (15./17. Jh.)
· Wikipedia
Poikilographie [S. 149]: Buntschriftstellerei, literarische Sammelgattung zu Präsentation unterschiedlicher Sachgebiete in lockerere Form
· Wikipedia
Praesente medico ni(hi)l nocet [S. 197] latein.: Wenn der Arzt da ist, besteht keine Not.
· Wikipedia
Profoß [S. 94]: für Disziplinarangelegenheiten zuständig
· Wikipedia
Pterodactylus [S. 143]: kleiner Kurzschwanzflugsaurier
· Wikipedia
Quisquilie [S. 55]: ohne Wert, belanglos, Synonyme: Bagatelle, Lappalie
retirieren [S. 322]: sich zurückziehen
Riede [S. 152]: meist durch Waldrodung für den Weinbau nutzbar gemachte Lage
Schmockogramm [S. 146]: schriftliche Äußerungen eines Schmocks
Schmock, jiddisch: unangenehmer, aufgeblasener Mesch, Snob
· Wikipedia
selbsiebzehnt [S. 270]: analog zu selbdritt, also zu siebzehn miteinenader (hier die 17 kleinen Männer)
Servante [S. 236]: Abstellbehältnis, auch Servierwagen, Beistelltisch; franz.: Dienerin
· Wikipedia
Soissons [S. 182]: nordfranzösischen Gemeinde in der Picardie zwischen Compiegne, Reims und Paris,
unter Chlodwigs I. (466-512) zeitweise Hauptstadt des fränkischen Reiches
· Wikipedia
· Karte
mit den »Taten von Soissons« ist vermutlich die Schlacht bei Soissons (486)
zwischen Clodwig I. und Syagrius gemeint
· Wikipedia
Subkontisten [S. 54 ff, 342]: erbberechtigte Nachkommen Childerichs III.
Totenkopfschwärmer [S. 9]: Schmettling, Nachtfalter
· Wikipedia
Schlacht von Tour und Poitiers [S. 253]: im Oktober 732, Sieg der Franken unter dem Kommando von Karl Martell (Karolinger) über die muslimischen Araber
· Wikipedia
Vexation [S. 55]: Ärgernis, Quälerei
Vigilanz [S. 118]: Wachsamkeit, Fürsorge, Zustand andauernder Aufmerksamkeit
· Wikipedia
Sonstiges
Treppenanlage [S. 123] »(die in einem seiner Bücher vorkommt)« –
gemeint ist natürlich Doderers Roman titelgebende Strudlhofstiege im 9. Wiener Bezirk
· Karte
Bartriss [S. 204, 261]: taucht mehrfach in Doderers Erzählungen auf, z. B. in
- »Divertimento VII: Die Posauenen von Jericho« und
- »Bett und Bart«
Beutelstich [S. 171 ff]: erinnert mich stark an die Erzählung »Die Peinigung der Lederbeutelchen«
Timorisation [S. 289 ff]: verwandt mit den Aktionen der ‚Organisation Negria‘ gegen den Autovertreter Helmut Biese in
»Die Strudlhofstiege« [S. 717]
Die Schreibweise von Namen ist nicht immer einheitlich.
So taucht Pépin auch als Pippin auf (nicht nur in den dramatsichen Abschnitten). Auch andere Personen und Orte werden unterschiedlich geschrieben.